Neurorehabilitation

Die neurologische Rehabilitation ist ein aktiver Prozess, wobei durch Einsatz eines ganzheitlichen medizinischen Konzeptes die bestmögliche Eingliederung des Patienten in das berufliche und/oder soziale Leben nach akuter oder bei chronischer Erkrankung des Nervensystems angestrebt wird.

Lähmungen, Spastizität, Störungen der Bewegungskoordination, einschießende unwillkürliche und vom Patienten schwer zu kontrollierende Bewegungen und Sensibilitätsstörungen werden in einem systematischen physiotherapeutischen Therapieprogramm behandelt. Dafür ist eine hohe Motivation des Patienten und Bereitschaft zur Mitarbeit erforderlich. Das Ziel ist die Wiederherstellung von Bewegungsabläufen, die der natürlichen Motorik möglichst nahe kommen bzw. ein hohes Maß an selbstständiger Mobilität gewährleisten.

Auch spielen funktionserhaltende sowie komplikationsverhindernde Maßnahmen eine große Rolle. Minderung drohender Spastizität, Verhütung spastizitätsbedingter Kontrakturen und Gelenkfehlstellungen, teilweise mit unterstützendem Casting (Stützschienen) und Taping sowie Botulinumtoxintherapie, Gewöhnen des Patienten an die aufrechte Körperhaltung, Anbahnen einer selbständigen Steh- und Gehfunktion, Förderung alltagsgerechter Extremitätenmotorik, Atemtherapie etc. sind hier zu nennen.

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